Die Denunzianten von Chemnitz

Die Denunzianten von Chemnitz
  Der Online-Pranger des „Zentrums für politische Schönheit“ ist schlicht schäbig. Denunzianten richten eigenständig über andere. Sie wollen Existenzen zerstören. Diktaturen leben von der Denunziation. Sie ist ein unverzichtbares Mittel der Unterdrückung. Ursprünglich kommt das Wort aus dem Lateinischen; denuntio heißt  Anzeige erstatten. Aber das Wort birgt noch eine andere, vom Englischen „to denounce“ abgeleitete Bedeutung, nämlich jemanden negativ darstellen, ihn brandmarken, also öffentlich verurteilen. Wer denunziert, handelt meist heimtückisch, sprich im Geheimen. Er will jemanden ans Messer liefern, aber selbst unerkannt bleiben. Solches Handeln ist schäbig. Es ist charakterlos und hat für die Denunzierten meist existenzielle Folgen. Zu einem solchen Handeln ruft nun das „Zentrum für politische Schöhnheit“ auf. Zu diesem Zweck haben die Aktivisten, die gern als „Künstler“ gesehen und bezeichnet werden möchten, einen Pranger „SoKo-Chemnitz.de“[1] ins Internet gestellt. An diesem Pranger stehen Bürger, die im Augst in Chemnitz gegen Ausländergewalt demonstrierten. Das Zentrum selbst spricht von einem „Katalog der Gesinnungskranken“. „Kennen Sie diese Idioten?“ Anlass der Demonstrationen war der gewaltsame Tod eines 35 Jahre alten Deutsch-Kubaners am Rande eines Stadtfestes. Drei Asylbewerber stehen im Verdacht, ihn am 26. August im Streit erstochen zu haben. Daraufhin kam es zu den Protesten, in deren Verlauf es zu Ausschreitungen und [...]