Die Deutschen wollen wieder Duckmäuser sein

Die Deutschen wollen wieder Duckmäuser sein
  Als der Brite Jerome K. Jerome vor 120 Jahren Deutschland erkundete, entdeckte er den deutschen Untertan. Heute gibt es eine neue Neigung zum Duckmäusertum. Der britische Schriftsteller Jerome K. Jerome (2.5.1859 – 14.6.1927) ist in Deutschland vielleicht am ehesten bekannt durch seinen Roman «Drei Mann in einem Boot» (Three Men in a Boat), der ihn, als er 1889 in Großbritannien erschien, mit einem Schlag berühmt machte und der zu einem Klassiker des englischen Humors wurde. Allein bis 1909 wurde das Buch eine Million Mal verkauft (aber auch die Raubdrucke gingen in die Millionen), nicht nur in England, sondern weltweit.[1] Später diente das Buch für mehrere Filme als Vorlage. Weniger bekannt ist, dass Jerome im Jahre 1900 eine Art Fortsetzung der Geschichte von den drei reisenden Männern veröffentlicht hat, die den deutschen Titel «Drei Männer auf einem Bummel» (Three Men on the Bummel ) hatte und die ausschließlich von Deutschland und den Deutschen handelte. Der Schriftsteller ließ die drei Männer aus dem Themseboot eine Tour durch Deutschland machen, die im Schwarzwald dann zur Fahrradtour wurde. Deutsch ist nicht gleich Deutsch Jerome kannte Deutschland aus eigener Anschauung, und amüsiert, aber auch erschrocken liest man in diesem Büchlein, was einem Untertan ihrer [...]