Identitätslinke Heilsgewissheiten

Identitätslinke Heilsgewissheiten
  Die identitätslinke Ideologie ist eine Agenda der Spaltung. Ihre Protagonisten sind neoliberale Wortführer eines weltweiten Freihandels mit Arbeitskräften.   „Die Verweigerung gegenüber jeder politischen Argumentation stellt den demokratischen Prozess in Frage. Diese Haltung wird die Dynamik der politischen Konfrontation weiter vorantreiben.“ Stefan Luft, Politikwissenschaftler   Im ersten Teil[1] des Beitrags wurde die Definition der Migrationswissenschaftlerin Sandra Kostner zur identitätslinken Läuterungsagenda widergegeben sowie die negativen Auswirkungen, die diese politische Haltung nicht nur nach Meinung der Autorin hat. Die Agenda hat verschiedene Betreiber. Die Opferseite umfasst Gruppen, die in der Vergangenheit angeblichen oder wirklichen Ungleichbehandlungen oder Verfolgungen ausgesetzt waren. Die Schuldseite besteht aus der Mehrheit in der Gesellschaft, die entsprechend nicht einer der definierten Opfergruppen angehört und daher generell für die jeweiligen Ungleichbehandlungen verantwortlich gemacht wird. Sandra Kostner kommt schließlich zu der Schlussfolgerung, dass mit dem Modell der Identitätsgerechtigkeit eine toxische Version von Gerechtigkeit entworfen wird, die ihr Polarisierungs- und Fragmentierungsgift langsam, aber stetig in die betroffenen Gesellschaften einträufelt. Das gesellschaftliche Klima wird so von neu geschaffenen Ungerechtigkeiten, die immer von seiten der Betreiber der Läuterungsagenda definiert werden, allmählich vergiftet. Auf Kostners Einleitungs- und Eingangstexte antworten verschiedene andere Autoren mit ihren Beiträgen. In diesem zweiten Teil werden die Beiträge von Alexander [...]