Maaßen als Regierungschef in Sachsen?

Maaßen als Regierungschef in Sachsen?
  Hans-Georg Maaßen bleibt dabei: In Chemnitz gab es keine Hetzjagden. Weil er der Kanzlerin und der SPD widersprochen hat, ist er in Sachsen eine Art Volksheld. Seit dem Zusammenbruch des Stalinismus war Sachsen bei den Medien immer Mode. Weil es vor allem die Sachsen waren, die in Leipzig, Chemnitz und Dresden den schönen Traum vom Sozialismus geschrottet hatten. Auch in Berlin mobilisierten sie den Protest. Beim Fackelzug am Vorabend des 40. Jahrestages der DDR am 7. Oktober 1989 waren die FDJ-Blöcke der südlichen Bezirke (Dresden, Leipzig, Gorl-Morgs-Stodt, Halle, Erfurt, Gera, Suhl) abtrünnig geworden und hatten deutlich hörbar „Gorbi-Gorbi“ gerufen. Etwa 200 Mann Staatssicherheit vor der Tribüne schrien verzweifelt „Erich-Erich“ dagegen, konnten tausende Demonstranten jedoch nicht übertönen. Anfang der 90er Jahre musste ich im Dorf Tirol in der Provinz Bozen bei einem Zwischenstopp mal übernachten. In der Herberge war gerade noch ein einziges Zimmer frei und auch in der Gaststube waren die Kapazitäten kurz vor der Erschöpfung. Ich wurde von der Wirtin an einen Tisch platziert, an dem schon vier Leute saßen. Ein Frankfurter Ehepaar und ihre österreichischen Freunde. Die Hessen feierten gerade den zehnten Geburtstag ihres Pudels mit Torte und Sekt. Nach einer Weile hatten sie raus, dass ich [...]