Wenn das Volk zum Mythos wird

Wenn das Volk zum Mythos wird
  Eine Reihe von Rechtswissenschaftlern hat als juristische Zuträger der Macht das Volk bereits zum „Mythos“ erklärt und den Volksbegriff völlig entleert. Nicht nur in den Kirchen gibt es viele gutmeinende Menschen, die sich aus Gründen der Humanität und des christlichen Gebots der Nächstenliebe, wie sie es verstehen, für die Politik der offenen Grenzen gegenüber allen ankommenden Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten einsetzen, sondern auch bei den Mitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft. Nur dass letztere sich noch besonders auf die Anthroposophie berufen, zu Recht? Es soll hier nichts gegen die verdienstvollen Bemühungen von Waldorfschulen und einzelner Pädagogen oder Eltern gesagt werden, besondere Integrations-Klassen für ausländische Schüler einzurichten, bzw. sich um die Förderung einzelner Migrantenkinder zu kümmern. Es geht um die Einstellung zur grenzenlosen, unkontrollierten Zuwanderungs-Politik der Bundesregierung, die begrüßt und als noch zu restriktiv kritisiert wird. Stellvertretend für die Haltung vieler seien nachfolgend Äußerungen des in der Anthroposophischen Gesellschaft weithin – auch von mir als Außenstehendem – geschätzten anthroposophischen Autors, des Medizin-Professors Dr. Peter Selg untersucht, die er im Vorwort zu einem verdienstvollen Buch des Waldorfpädagogen Bernd Ruf formuliert hat.1 Europas Schutz vor den Schutzsuchenden Peter Selg beklagt die Haltung Europas gegenüber den weltweiten Flüchtlingsströmen, die vor Krieg, Verfolgung und wirtschaftlicher Not fliehen [...]