Bayerns Ministerpräsident und die PandemieSöder Unchained

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) prescht mit immer neuen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vor. Kein Lockdown scheint zu hart oder zu lang. Doch ob er damit im Sinne der Bevölkerung handelt, darf bezweifelt werden. Ein Kommentar.

Während der Bürger in diesen Tagen an die immer kürzere Leine gelegt wird, dreht einer völlig frei. Dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder kann kein Lockdown zu lang und kein Vorschriftenkatalog zu dick sein, wenn es darum geht, die Macht auszuleben, auf die er so lange hat warten müssen.

Der CSU-Politiker, der gefühlte Ewigkeiten als der ewige zweite Mann im Freistaat galt, ist jetzt die Nummer Eins und alle sollen es wissen. Auf Bundesebene ist der per Eigendefinition wichtigste der 16 Landeschefs voll auf der strikten Corona-Linie der Bundeskanzlerin. Wo immer er kann, versucht er deren Strenge gar noch zu übertreffen.

Als der völlig entfesselte Autokratie-Fan jüngst eine Impflicht für Pflegekräfte forderte, erteilte ihm die Bundesregierung in Person von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sogar eine klare Absage....