Chinas Importe sind mit Vorsicht zu genießen

Sei es Telekommunikation, Mikrochips, oder Photovoltaik, Deutschland ist Risiken ausgesetzt, warnt unser Autor Bil Wirtz.

Die Europäische Union hat vor kurzem einen wichtigen Schritt gegen Menschenrechtsverletzungen in China in Gang gesetzt. Gemeinsam mit den USA, Kanada und Großbritannien verurteilt Brüssel den Umgang mit den Uiguren in der Xinjiang Provinz. Zwangsarbeit, großangelegter Freiheitsentzug und Zwangssterilisierung werden in einer gemeinsamen Stellungnahme verurteilt und Sanktionen gegen hochrangige chinesische Regierungsvertreter wurden beschlossen.

Langsam aber sicher wird die EU mutiger im Umgang mit Unrechtsregimen wie China. Allerdings ist der wirtschaftliche Umgang mit Peking zwiegespalten, denn oft ist immer noch unklar, inwieweit europäische Handelsbeziehungen Teil der diplomatischen Strategie sind. Das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und China, das Brüssel zufolge bilaterale Handelsbeziehungen stark verbessern soll, könnte durch chinesische Sanktionen gegen 10 hochrangige EU-Politiker platzen. China gehört zu Deutschlands wichtigsten Handelspartnern. Allein...