Erdoğan signalisiert Annäherungsbereitschaft an EU und erwartet Entgegenkommen von Brüssel

In den vergangenen Jahren hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sich mit einigen EU-Staaten in teils geopolitische, teils rhetorische Konflikte verwickelt und auch den Staatenblock insgesamt für seine angeblich türkeifeindliche Politik kritisiert.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Bereitschaft Ankaras signalisiert, die Beziehungen zur Europäischen Union zu verbessern, insbesondere auch zu den EU-Mitgliedern Griechenland und Frankreich, mit denen sich die türkische Regierung in den vergangenen Monaten immer wieder scharfe Wortgefechte geliefert hatte. Das türkische Staatsoberhaupt erklärte am Dienstag bei einem Treffen mit EU-Botschaftern:

"Wir sind bereit, unsere Beziehungen wieder auf Kurs zu bringen. Wir erwarten von unseren europäischen Freunden, dass sie den gleichen guten Willen zeigen."

Er bezog sich dabei auf die für den 25. Januar anberaumten sogenannten "Sondierungsgespräche" zwischen Athen und Ankara, die beide Seiten zuvor vereinbart hatten, um ihren langjährigen Streit über die Seegrenzen im östlichen Mittelmeer zu klären.

Die Türkei ist in einen maritimen Grenzstreit mit Griechenland und Zypern über die Größe ihrer auss...