Folgt nach den Niederlanden auch Deutschland? Bauernproteste stehen unmittelbar bevor

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Die andauernden Bauernproteste in den Niederlanden aufgrund staatlicher Enteignungsphantasien könnten zeitnah auch auf das benachbarte Deutschland schwappen. Wie die Welt berichtet, planen auch deutsche Landwirte in großer Zahl auf die Straße zu gehen bzw. zu fahren.

Da viele Bauern bisher noch mit der Ernte beschäftigt waren sei das bisher noch nicht passiert, so Anthony Robert Lee, Sprecher der Protestbewegung Landwirtschaft verbindet Deutschland, im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Jedoch stehe man unmittelbar davor, wieder zu protestieren. Lee betonte:

"Wir werden auf jeden Fall auf die Straße gehen, und der Protest wird sehr laut. Wir wehren uns dagegen, dass man uns abschafft."

Wie das dann genau aussehen soll, ließ er aber noch offen. Auch andere Vertreter der deutschen Landwirtschaft hatten zuletzt Proteste vorhergesagt. Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, meint:

"Es brodelt in der Landwirtschaft".

Laut Beringmeier ist die die Preispolitik des Handels ein Ärgernis für Landwirte:

"Der Frust richtet sich auch gegen die Handelskonzerne, die sich die Taschen voll machen."

Die Bauern beklagen, dass sie die Preissteigerungen auf den Gütern infolge der antirussischen Sanktionen nur unzureichend weitergeben können. Dazu kommt, dass vom grünen Agrarministerium unter Cem Özdemir ähnliche Pläne zum "Klimaschutz" und zur Umstellung auf Ökoprodukte wie in den Niederlanden - die mit der Verkleinerung der Flächen und einer Verteuerung der Waren einhergehen würden - erwartet werden.

Im Nachbarland war es in den vergangenen Wochen zu massiven Protesten von Landwirten gegen Stickstoff-Pläne der Regierung in Den Haag gekommen. Ein 16-jähriger, der bei den Straßenblockaden von der Polizei mit scharfer Munition beschossen wurde, kam mit einem Schrecken davon.

Dutch Police in Heerenveen fire shots at a farmer who is protesting the government’s plan to cut nitrogen emissions by 50-95%. (Read: send cattle to the slaughterhouse). The Greenies appear to have gone nuts. Take a look at the incident:pic.twitter.com/VwEYpPbziR

— Steve Hanke (@steve_hanke) July 6, 2022

Aus Umwelt- und Klimaschutzgründen sollen Emissionen von Stickoxiden, für die man auch Gas benötigt, und Ammoniak bis 2030 um 50 bis 70 Prozent gesenkt werden.Das hätte zur Folge, dass eine große Zahl - bis zu einem Drittel - an Betrieben schließen müsste, entweder mit Entschädigung oder im Falle der Weigerung durch Enteignung. Deutsche Landwirte hatten sich in der gesamten Bundesrepublik mit ihren Berufskollegen in den Niederlanden solidarisiert.

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