Friedensgespräche zu Afghanistan: Wie die USA ihre Niederlage als Sieg verkaufen wollen

Die USA marschierten seinerzeit angeblich in Afghanistan ein, um die Taliban zu bekämpfen und den Afghanen "Demokratie und einen säkularen Staat" zu bringen. Nun vermitteln sie zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban, um einen Frieden zu erzielen.

Unmittelbar nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA, bei denen mehr als 3.000 Menschen starben, begann der Afghanistan-Krieg. Die Taliban-Regierung in Afghanistan soll die für die Anschläge verantwortliche Terrorgruppe al-Qaida unterstützt haben. Das Militärbündnis NATO antwortete am 7. Oktober 2001 mit einer von den USA angeführten Offensive gegen die Taliban. Die USA marschierten seinerzeit in Afghanistan ein, um die Taliban zu bekämpfen und den Afghanen "Demokratie und einen säkularen Staat" zu bringen. Seit der militärischen Intervention der NATO in Afghanistan herrscht in diesem Land jedoch Chaos und Gewalt.

Jahrelang lehnten die aufständischen Taliban Verhandlungen mit der afghanischen Regierung ab. Nun kommen die Konfliktparteien erstmals zu Friedensgesprächen zusammen. Zum ersten Mal seit Ende 2001 redeten die afghanische Regierung und die Taliban unter US-Vermittlung am 12. September direkt miteinander. Das Treffen in Doha sollte ...