Grün programmierter Wahl-O-Mat

Der mündige Bürger (m/w/d), der/die/das angesichts der Weltlage, der Energie-, Klima- und Corona- und Geschlechter-, Geflüchteten- und sonstigen Krisen, gewisse Zweifel an der umfassenden Weisheit der grün eingefärbten politischen Klasse hegt, überlegt, welche der Farbabstufungen – mit roten „Linke“-Einsprengseln („Mieten runter, Renten rauf!“) – er am 26. September wählen soll. Der von der Bundeszentrale für politische Bildung als "Orientierungshilfe" angebotene Wahl-O-Mat umgeht zentrale Themen und lenkt die Teilnehmer in Richtung "grün", befindet Herbert Ammon in seiner Analyse des politischen Ratespiels.

Der/die/das mündige Bürger vor der Wahl

In Wahlen entscheidet das Volk, der Souverän, über seine politische Zukunft. Sodann nehmen ihm die Parteien im Koalitionsgerangel die Entscheidung wieder ab. Sie wirken – gemäß GG 21 (1) – bei der politischen Willensbildung nicht etwa nur mit, sondern fixieren seit anno ??? ihre parteispezifische Definition des Willens in einem Koalitionsvertrag. Da zugleich der/die Bundeskanzler/in die Richtlinien der Politik bestimmt, hängt bei der Willensausübung nicht wenig von der Person des Mannes oder der Frau an der Spitze ab. Für den Souverän, den mündigen Bürger, macht das die Wahlentscheidung etwas einfacher. Es kommt auf die Physiognomie an.

Scholz oder Laschet? In der letzten Phase vor dem 26. September gewinnt der von wochenlanger Langeweile bestimmte Wahlkampf noch an Spannung. Mit Olaf Scholz als freundlichem Kanzlerkandidaten zielt die SPD jetzt auf die Regierungsübernahme, in welcher Koalition auch imm...