Kryptowährung Bitcoin bewegt sich im Rock’n-Roll-Tempo

Der Bitcoin-Kurs liegt bei rund 50 000 Euro. Grund genug für Ökonomen, die kurze Geschichte des erst zwölf Jahre alten Bitcoins genauer zu betrachten. Ergebnis: Fünf Gründe sind dafür verantwortlich, dass der Kleine einen Wachstumsschub hat, von dem er sich so schnell nicht mehr abbringen lässt. Allerdings sind kurzfristige und auch schmerzliche Einbrüche sicher. Von Oliver Stock.

Die Kryptowährung Bitcoin, die erst vor zwölf Jahren das Licht der Welt erblickt hat, bewegt sich im Rock’n-Roll-Tempo: zwei Schritte vorwärts und dann einen zurück. Mit jeder Kurskapriole steigt die Zahl der Fans – und der Kritiker. Die einen investieren mit Blick auf das schnelle Geld. Die anderen vergleichen den Hype mit der berüchtigten Tulpenzwiebel-Blase aus dem Jahr 1637 in den Niederlanden, der ersten gut dokumentierten Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte.

In den USA hat sich eine regelrechte Zunft der Bitcoin-Jünger entwickelt, was Grund genug ist für Wirtschaftshistoriker, wie etwa die der Wirtschaftszeitschrift „Fortune“, die Wachstumsschübe der digitalen Währung, aber auch ihre Aussetzer und Unterbrechungen kritisch unter die Lupe zu nehmen. Sie haben dazu die Entwicklung des Bitcoins in Kapitel eingeteilt. Kapitel eins reicht von Februar bis April 2011 und nennt sich der „DPDay“, der Dollar-Paritätst...