Preisexplosion in Spanien

Strom ist in Deutschland teuer, aber Spanien holt rasant auf. Die steigende Stromrechnung beschäftigt die Spanier derzeit mehr als die Künste der geliebten Kicker in Madrid, Barcelona oder Sevilla. Entsprechend hektisch versucht die Regierung von Pedro Sànchez gegenzusteuern, um den Unmut von Verbrauchern und Unternehmen zu besänftigen. Von Andreas Kempf.

Die Strompreise in Spanien haben sich innerhalb nur eines Jahres mehr als verdreifacht. Die Großhandelspreise für die Megawattstunde erreichten Anfang September mit durchschnittlich 135,65 Euro einen historischen Rekordwert. In der Spitze wurden sogar bereits 150 Euro übertroffen. Im vergangenen Jahr kostete die Megawattstunde noch 46 Euro. Und die Tendenz ist eindeutig: es geht weiter nach oben. Im Nachbarland Portugal gelten ähnliche Tarife.  Damit übertreffen die Iberer sogar Deutschland, wo sich die Preise am Spotmarkt derzeit bei 127 Euro bewegen. Im Schnitt gelten hierzulande Großhandelspreise von knapp 98 Euro je Megawattstunde. Nur für Großbritannien verzeichnet die Strombörse EEX mit 225 Euro noch höhere Werte als auf der iberischen Halbinsel.

Die Gründe für die steigenden Preise sind vielfältig. Wie in anderen europäischen Ländern auch treiben die zunehmenden Abgaben auf CO2-Emissionen die Kosten hoch. Zudem war der Sommer auf der iberisch...