Scott Ritter: Washington wollte mit dem Ukraine-Konflikt Putins Macht schwächen – gescheitert

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Scott Ritter, Ex-US-Militär und der ehemalige UN-Waffeninspekteur, hat in einem Interview mit dem YouTube-Kanal Judging Freedom erklärt, die Vereinigten Staaten zielten darauf ab, vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts das Machtsystem in Russland zu schwächen. Auch die Russland-Sanktionen sollten ihm zufolge zu diesem Zweck instrumentalisiert werden. Ritter betonte: 

"Die Ukraine ist uns egal. Wir sind bereit, sie zu opfern, in dem Versuch, einen Machtwechsel in Moskau zu erzielen."

Die US-Behörden hätten damit gerechnet, die gegen Russland verhängten Strafmaßnahmen und die möglichen innenpolitischen Spannungen für eigene Zwecke nutzen zu können. Der Ex-Geheimdienstoffizier stellte fest:

"Man könnte sagen, es ist ein Misserfolg. Putin ist noch stärker geworden. Außerdem kann Washington nichts tun, um die Situation zu ändern."

Die US-Politik habe dazu geführt, dass Russland militärisch um eine Größenordnung stärker geworden sei, hieß es. Und weiter:

"Heute sind die russischen Streitkräfte viel stärker als noch vor einem Jahr, während wir die NATO nur schwächer gemacht haben."

Zuvor hatte Ritter dem Westen bereits mehrfach die Schuld für die Eskalation in der Ukraine gegeben. Krieg sei die einzige Option gewesen, die die Gegner Russlands in Erwägung gezogen hätten, schrieb er in einem seiner Beiträge. In einem Gespräch Ende Dezember 2022 hatte er den Vereinigten Staaten zudem vorgeworfen, Russland so viel Schaden wie möglich zufügen zu wollen. Der Militäranalyst betonte: 

"Wir sehen die Ukraine, die versucht zu kämpfen, zu gewinnen, die versucht, zumindest etwas zu tun. Aber wir lassen das nicht zu, weil wir nur wollen, dass der Kampf bis zum letzten Ukrainer fortgesetzt wird."

Die Aussichten auf eine diplomatische Lösung im Ukraine-Konflikt seien nach Ritters Ansicht zunichtegemacht worden. Die Vereinigten Staaten und der Westen hätten ihm zufolge mittlerweile ihre politische Glaubwürdigkeit verloren, und Russland sehe nur noch in einem Sieg auf dem Schlachtfeld einen gangbaren Ausweg.

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