Staatliche Regulierung schadet oft mehr als sie nützt

Das Beispiel der deutschen Energiepolitik zeigt, dass staatliche Regulierung manchmal mehr schadet als nützt. Besonders, wenn Populismus und Ideologie das Handeln der Politik bestimmen und nicht eine rationale Chancen-Risiken-Abwägung. Von Rainer Zitelmann.

Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung haben sich weltweit in den vergangenen Jahrzehnten die Bedingungen für die Umwelt in den meisten Bereichen (Luftreinhaltung, Wasserqualität usw.) dramatisch verbessert. Wer mehr darüber erfahren will, sollte die Bücher „Aufklärung jetzt“ von Stephen Pinker und „Factfulness“ von Hans Rosling lesen. Beide Bücher zeigen, dass es eine große Kluft zwischen der pessimistischen Wahrnehmung und der tatsächlichen Entwicklung im Licht der Fakten gibt. Diese positive Entwicklung ist hauptsächlich der weltweiten Verbreitung wirtschaftlicher Freiheit zuzuschreiben, denn – dies zeigen zahlreiche Untersuchungen: die Umweltstandards sind in wirtschaftlich freien Ländern weitaus besser als in unfreien.

Natürlich haben auch sinnvolle Umweltschutzvorschriften und Gesetze zur Verbesserung beigetragen. Auch überzeugte Anhänger des Kapitalismus wie etwa Friedrich August von Hayek oder Milton Friedman haben immer erklärt, dass der Staat n...