US-Außenminister verteidigt Afghanistan-Abzug vor US-Parlamentariern

Die Entscheidung, die verbleibenden US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen, hatte noch Joe Bidens Vorgänger im Amt des US-Präsidenten Donald Trump getroffen. Dennoch muss sich Bidens Regierung gegenüber US-Parlamentariern die für die Umstände des Abzuges verantworten.

US-Außenminister Antony Blinken hat die Entscheidung von Präsident Joe Biden zum Abzug aller US-Truppen aus Afghanistan gegen scharfe Kritik zweier Parlamentsausschüsse verteidigt, am Montag im Repräsentantenhaus, am Dienstag dann im Senat.

Blinken sagte am Montag bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus, der demokratische Präsident habe vor der Wahl gestanden, die Truppen abzuziehen oder den Krieg gegen die Taliban zu eskalieren. Der ranghöchste Republikaner im Auswärtigen Ausschuss der Parlamentskammer, Michael McCaul, sagte dagegen:

"Das war eine Katastrophe epischen Ausmaßes."

Er hätte nie gedacht, dass er eine "bedingungslose Kapitulation" vor den militant-islamistischen Taliban erleben würde.

Blinken machte erneut die Regierung von Bidens Vorgänger Donald Trump für das Chaos beim Abzug verantwortlich. Der Außenminister verwies darauf, dass Trumps Regierung mit den Taliban den Abzug aller US-...