USA melden erfolgreichen Test von Hyperschallwaffen

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Das US-Unternehmen Raytheon Technologies Corp. hat in Zusammenarbeit mit Northrop Grumman den zweiten Flugtest einer Hyperschallwaffe erfolgreich abgeschlossen. Diese Hyperschallwaffe mit Luftstrahlantrieb wurde für die US-Organisation für Forschungsprojekte der Verteidigung DARPA und die US-Luftwaffe entwickelt. In der Erklärung des Unternehmens heißt es:

"In diesen Flugtest flossen die Daten und Erkenntnisse des ersten Fluges ein. Der Test erfüllte alle primären und sekundären Ziele, einschließlich der Demonstration der taktischen Reichweite."

Die Waffe ist in der Lage, Hyperschallgeschwindigkeiten von Mach 5 und mehr zu erreichen (Mach 1 entspricht 1.224 Kilometer pro Stunde). Das System wird mit Kohlenwasserstoff-Kraftstoff angetrieben, und da es Sauerstoff für die Verbrennung nutzt, benötigt es keine Oxidationsanlage an Bord, so die Pressestelle. Dan Olson, Vizepräsident und Generaldirektor für Waffensysteme bei Northrop Grumman, sagte:

"Der zweite Flugtest ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Flugbereitschaft der Scramjet-Technologie. Fast 20 Jahre Forschung und Entwicklung im Bereich des Düsenantriebs haben sich ausgezahlt."

Zuvor, am 13. Juli, hatte Reuters das Pentagon mit der Aussage zitiert, die USA hätten vor kurzem zwei Lockheed Martin Corp.-Hyperschallraketen erfolgreich getestet, da sie befürchteten, Russland und China seien bei der Entwicklung ihrer eigenen Hyperschallwaffen erfolgreicher gewesen. Ein US-amerikanischer B-52-Bomber startete einen Hyperschall-Schnellangriffsflugkörper (ARRW). Die Rakete bewegt sich in der oberen Atmosphäre mit rund 6.200 Kilometer pro Stunde.

Auch die US-Luftwaffe meldete am 13. Mai einen erfolgreichen Test von ARRW vor der Küste von Südkalifornien.

Die Entwicklung einer eigenen Hyperschallrakete für die USA war im Mai 2020 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump angekündigt worden. Ihm zufolge wird die vom US-Militär entwickelte Rakete 17-mal schneller sein als die derzeit schnellste Rakete der Welt und kann Ziele in einer Entfernung von 1.600 Kilometer treffen.

CNN berichtete über einen geheimen US-Test einer Hyperschallrakete Mitte März. Nach Angaben des Senders erfolgte der Start einige Tage, nachdem Moskau behauptet hatte, die Hyperschallrakete Kinschal bei der Sonderoperation in der Ukraine eingesetzt zu haben.

Mitte März teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, mit, dass die russischen Streitkräfte bei der Spezialoperation in der Ukraine ein großes unterirdisches Munitionsdepot unter Einsatz des Flugkörpersystems mit ballistischen Hyperschallraketen Kinschal zerstört hätten.

Am 9. Mai gab der damalige stellvertretende russische Ministerpräsident Juri Borissow bekannt, dass Russland an einer neuen Generation von boden-, luft- und seegestützten Hyperschallraketen arbeitet. Er sagte:

"Sie werden die bestehenden und vielversprechenden Entwicklungen der führenden Nationen in ihren Eigenschaften übertreffen."

Er erklärte, die neuen Raketen seien für die Ausrüstung modernisierter und fortschrittlicher Flugzeugsysteme vorgesehen. Borissow fügte hinzu:

"Die Tests mit den Raketenträgern Tu-22M3M sind bereits im Gange."

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