Von der bislang erfolgreichen Marktwirtschaft wollen Baerbock und Habeck weg

Die Rede des sonst hochgelobten Robert Habeck war schwach, Annalena Baerbocks Auftritt war souveräner. Aber beide Grünen-Vorsitzenden legten sich einerseits mit der fundamentalistischen Basis in Sachen Klimaziele an – und redeten andererseits einer Abkehr vom bisherigen Prinzip der Marktwirtschaft das Wort.

Im Streit zwischen Pragmatikerin und Programmatikern setzten sich auf dem digitalen Parteitag der Grünen letztere durch: Die Delegierten legten sich in Online-Abstimmungen  auf das Ziel fest, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Der Bundesvorstand hatte den Parteitag hingegen entsprechend dem Wortlaut des Pariser Klimaabkommens auf ein etwas flexibleres Ziel von “deutlich unter zwei Grad” einschwören wollen – das wird von Union und SPD mitgetragen und würde in Koalitionsverhandlungen mit Union oder SPD über eine schwarz-grüne oder grün-rot-rote Koalition keine nennenswerten Hürden aufbauen.

Doch insgesamt zügelte die Basis ihren Idealismus, um die Parteispitze beim Schaulaufen für eine Regierungsbeteiligung nach den nächsten Bundestagswahlen nicht aus dem Tritt zu bringen. Wer allerdings genau hinhört, stellt fest, dass auch die beiden als m...