Warnungen vor Flutkatastrophen gab es vor der Klimadebatte

Kaum stürzten die Schreckensbilder aus dem Ahrtal digital über uns mündige Bürger herein, unterlag die Naturkatastrophe der politischen Zwecknutzung. Als erste stellten die Grünen - war´s Habeck oder Baerbock? - den Konnex zur Klimakatastrophe her. Da wollten die Konkurrenten nicht nachstehen. Als erster tat Bayerns Ministerpräsident Söder seine entsprechende Überzeugung kund. Sodann folgten staatstragend auch Steinmeier und Merkel. Vermutlich äußerten sich ähnlich auch FDP-Politiker (-innen), von der „Linken“ ganz abgesehen. Den politisch-medialen Umgang mit der Flutkatastrophe kommentiert Herbert Ammon.

Nach den letzten Berichten sind bislang 157 Todesopfer gezählt worden, vermutlich kommen noch weitere unter den noch immer als „vermisst“ Gemeldeten dazu. Der Begriff „Tragödie“ trifft für die Naturkatastrophe, die so vielen Menschen den Tod brachte, unzählige andere um Haus, Hab und Gut brachte, insofern zu, als es seit Jahren Warnungen vor den durch Flussbegradigungen, Bebauung von unsicheren Uferflächen etc. potenzierten – von den Menschen selbst, nicht allein von Göttern zu verantwortende – Risiken gab. Ein genuin „grünes“ Thema.

Gunter Weißgerber schreibt dazu Folgendes: „1992-1994 gab es sehr extrem starke Hochwasserlagen in Bonn, Köln, Düsseldorf, auch an Mosel und Saar. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Schulte, in der Fraktion zuständig für die Verbindung in die kommunalen Fraktionen, schrieb einen langen und sehr detaillierten Antrag zum Schutz vor Hochwasser. Sie listete sämtliche Bau- und Flussregulierungssünden auf und machte ...