Weg vom Jahr des Staates 2020 – Rückkehr zur Zeit des Marktes in 2021

Nachdem 2020 ein Jahr für den Staat war, muss 2021 nun der Markt wieder zu seinem Recht kommen, fordert Justus Enninga in einem Gastbeitrag.

Auch die größten Fans der freien Marktwirtschaft mussten zähneknirschend akzeptieren: 2020 war ein Jahr des Staates. Am Anfang der Pandemie war nicht klar, wie am besten zu reagieren ist, und in der Not erschien auch Liberalen der zentralistisch durchorganisierte Staat als geeignete Form der Antwort. Doch haben die wirtschaftspolitischen Corona-Hilfen auch gezeigt, was der Staat eben nicht gut kann. Denn staatliche Hilfen kommen hauptsächlich den Insidern des Politikbetriebs in Deutschland zugute, nicht aber den Außenseitern. Um diese auf ihrem Weg aus der Krise zu unterstützen, muss deshalb – nach dem Jahr des Staates 2020 – zur regulären Zeit des Marktes zurückgekehrt werden.

Konservative Cliquen statt Kreativer Zerstörung

Der amerikanische Sozialwissenschaftler Mancur Olson beschrieb das Problem, dass staatliches Handeln über die Jahre hinweg immer mehr bestimmten Insidern zugutekommt. In seinem wegweisenden Werk „Aufstieg und Nieder...